CURRENT PROJECT

Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg

Placeholder Foto: Berghof Foundation

Das Projekt bietet Lernmedien, Fortbildungen für Lehrkräfte und Schulaktivitäten zur Stärkung der Friedensbildung an Schulen in Baden-Württemberg.

Timeframe: 2015 - 2021


Die Servicestelle stärkt die Friedensbildung an Schulen in Baden-Württemberg. Dazu unterstützt sie Lehrkräfte bei der Durchführung von Unterrichtseinheiten und -projekten, bietet Fortbildungsmaßnahmen an und entwickelt Lernmedien zu den Themen Krieg und Frieden, Konflikt und Gewalt. Außerdem fördert die Servicestelle die systematische Verankerung der Thematik in den Bildungsplänen und die Vernetzung schulischer und außerschulischer Akteure im Bereich Friedensbildung.

Die Berghof Foundation ist gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg Träger der Servicestelle. Sitz der Servicestelle ist das Tagungszentrum "Haus auf der Alb" der Landeszentrale für politische Bildung in Bad Urach.

Webseite

www.friedensbildung-bw.de

Hintergrund

Gewalt, Krieg und Terrorismus lösen bei Kindern und Jugendlichen massive Zukunftsängste aus. Globale, grenzüberschreitende Phänomene wie Klimawandel, Migration und Pandemien verstärken die Unsicherheit, gleichzeitig werden junge Menschen zunehmend politisch aktiv um Lösungen für diese globalen Probleme zu finden. Schule ist ein zentraler Ort der Auseinandersetzung mit den daraus resultierenden Fragen und Herausforderungen. Der sensible Umgang mit der persönlichen Betroffenheit der Schüler*innen gehört genauso dazu wie die Beschäftigung mit aktuellen Sachthemen. Die Fähigkeit zur Bewertung aktueller sicherheits- und friedenspolitischer Entwicklungen einschließlich der deutschen Außenpolitik ist eines dieser Themen. Die Förderung des gemeinsamen Nachdenkens über Möglichkeiten des friedlichen Zusammenlebens in der Schule, der eigenen Gesellschaft und weltweit ist das herausragende Anliegen der Friedensbildung an Schulen. Die Servicestelle ist ein bundesweit bislang einmaliges Unterfangen zur Förderung der Friedensbildung an Schulen.

Grundlage der Servicestelle ist eine gemeinsame Erklärung, welche vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie von 17 Friedensorganisationen und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterzeichnet wurde. In dieser Erklärung verpflichtet sich das Kultusministerium dazu, die Rahmenbedingungen für eine strukturelle Verankerung der Friedensbildung in Baden-Württemberg zu schaffen. Das Ministerium, die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und die Berghof Foundation haben als Ergebnis eines intensiven und konstruktiven Diskussionsprozesses der beteiligten Akteure im April 2015 einen Vertrag über die Einrichtung einer Servicestelle unterzeichnet.

Im Vertrag zur Einrichtung der Servicestelle heißt es: "Die Servicestelle hat als Aufgabe, die Schulen in Baden-Württemberg in deren Arbeit im Zusammenhang mit Friedensbildung zu unterstützen. Hierzu bemüht sich die Servicestelle um die Bereitstellung geeigneter Materialien in gedruckter Form und im Internet, um die Aus- und Weiterbildung von jungen Erwachsenen für Aufgaben der Friedensbildung in den Schulen sowie um Vernetzung der Aktivitäten der Unterzeichner der Gemeinsamen Erklärung und der Landeszentrale für politische Bildung. Die anerkannten Grundsätze der politischen Bildungsarbeit sind dabei zu berücksichtigen".

Die Servicestelle bietet in Zusammenarbeit mit staatlichen Trägern Fortbildungen für Lehrpersonal an und qualifiziert junge Menschen als Teamer*innen für Schulprojekte. Gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften erstellt die Berghof Foundation Lernmedien und bietet den vielfach erprobten Workshop "Peace Counts School" an. Mit mehreren Modellschulen für Friedensbildung in Baden-Württemberg werden Aktivitäten und Projekte im Bereich Friedensbildung in der Schule initiiert und ausgebaut. Beispiele hierfür sind Projekttage und Workshops, Schüler*innen-Streitschlichtungsprogramme oder Fortbildungen. Die beteiligten Schulen treffen sich regelmäßig im Georg Zundel Haus der Berghof Foundation zum Erfahrungsaustausch.

Die Servicestelle wendet sich mit ihren Angeboten in erster Linie an das Lehrpersonal in den Schulen Baden-Württembergs. Über die Durchführung von Workshops und die Unterstützung von Projekten werden auch Schüler*innen erreicht. Schließlich wird durch die Vernetzung mit NROs und Friedensorganisationen die Öffnung der Schule gefördert.

Partner und Förderer

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg sind Partner des Projektes und Mitträger der Servicestelle.

Aktivitäten

Hier wird über Aktivitäten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berghof Foundation zur Friedensbildung an Schulen in Baden-Württemberg informiert. Weitere Aktivitäten finden Sie auf der Webseite der Servicestelle.

  • 25. September 2020 – Workshop „Internationale Herausforderungen und Konflikte“, Wilhelm-Schickard-Schule Tübingen, Kaufmännische Schule, Tübingen
  • 18. September 2020 – Schulung zu Online Formaten der Friedensbildung für freie Mitarbeiter*innen der Servicestelle Friedensbildung
  • 07.-11. September 2020 – Sommerschule an der Walther-Groz-Schule und Hauswirtschaftlich- Sozialpädagogische Schule, Albstadt
  • 29. Juli 2020 – Web-Talk für freie Mitarbeiter*innen der Landeszentrale für politische Bildung „Erinnerungen an Hiroshima – Einblicke in die Friedensarbeit in Japan“
  • 13. Juli 2020 – Online-Workshop “Was bedeutet Frieden?” für Teilnehmer*innen am Leibniz-Kolleg Tübingen
  • 13. Juli 2020 – Online-Vortrag zu „Modellschulen Friedensbildung“, Seminar „Erziehung zur Friedensliebe“ an der Universität Tübingen
  • 12. März 2020 – Elternabend Vorstellung Projekt Modellschulen Friedensbildung, Kepler-Gymnasium, Tübingen
  • 05.-06. März 2020 – Workshop „Frieden machen – aber wie?“, Elly-Heuss-Knapp Gymnasium Bad Cannstatt
  • 02. März 2020 – Pädagogischer Tag Gemeinschaftsschule Tegelberg, Geislingen
  • 11. Februar 2020 – Präsentation der Servicestelle Friedensbildung und des Projekts der Modellschulen Friedensbildung, Kepler-Gymnasium, Tübingen
  • 07. Januar 2020 – Pädagogischer Tag für Lehrkräfte Kepler-Gymnasium, Tübingen
  • 26. November 2019 – Workshops zu „Konflikte lösen – aber wie?“, Berufsschule Nagold und VABO Klasse
  • 07. November 2019 – Workshop „Peace Counts!“, Ludwig-Marum-Gymnasium, Pfinztal
  • 18. September 2019 – Workshop "Migration und Frieden“, Deutsch-Ukrainischer-Austausch, Kaufmännische Georg-Goldstein-Schule Bad Urach
  • 04.-10. September 2019 – Sommerschule an der Walther-Groz-Schule und Hauswirtschaftlich- Sozialpädagogische Schule, Albstadt
  • 24.-26. Mai 2019 – Workshops zu „Frieden schaffen – aber wer, wann und wie?“, Kaufmännische Nell-Breuning-Schule, Rottweil
  • 17. Mai 2019 – Workshop „Peace Counts!“, Gymnasium Korntal-Münchingen
  • 08.-10. Mai 2019 – Workshop „Frieden in Zeiten von Fake News, Hate Speech, Propaganda“, Walther-Groz-Schule Albstadt (Wirtschaftsgymnasium)
  • 20.-22. März 2019 – Methodenschulung: Methoden der Friedensbildung, für 15 neue junge TeamerInnen, die Lust haben die Servicestelle mit Workshops an Schulen zu unterstützen, Haus auf der Alb, Bad Urach.
  • 23.-25. Januar 2019 – Lehrkräftefortbildung zu Friedensbildung: „Streitkultur 3.0 – Krieg, Frieden, Gewalt und Konflikt im Internet“, Comburg, Schwäbisch Hall.
  • 7.-9. November 2018 – Lehrkräftefortbildung zu „Hass, Gewalt, Krieg – wie Jugendliche zum Frieden bilden? Lehren aus der Vergangenheit und Ansätze für heute. Friedenspädagogische Handlungsmöglichkeiten“, Comburg, Schwäbisch Hall.
  • 9.Oktober 2018 – Workshop “Konflikte verstehen – Grundlagen zur Eskalation und der Bearbeitung von Konflikten“ für Schüler*Innen einer VABO-Klasse der Grafenbergschule in Schorndorf.
  • 27.-28. September 2018 – Tagung “Gleiche Ziele! Unterschiedliche Perspektiven?! Friedensbildung – Globales Lernen – Bildung für nachhaltige Entwicklung.“ Haus auf der Alb, Bad Urach.
  • 25. September 2018 – zwei Workshops “Konflikte verstehen – Grundlagen zur Eskalation und Bearbeitung von Konflikten” für Schüler*innen einer VABO-Klasse und einer AV-Dual-Klasse an der Grafenbergschule, Schorndorf.
  • 23. Juli 2018 – Workshop zu “Ressourcen und Frieden” mit Schülerinnen und Schülern der 7. -10. Klasse am Dillmann-Gymnasium in Stuttgart, im Rahmen des Pilotprojektes von ENGAGEMENT GLOBAL zu „SDG4 Global Citizenship/Weltbürgerschaft für Jugendliche in Baden-Württemberg”.
  • 17. Juli 2018 – Workshop “Konflikte verstehen – Grundlagen zur Eskalation und der Bearbeitung von Konflikten“ für Schüler*Innen einer VABO-Klasse der Grafenbergschule in Schorndorf.
  • 20. Juli 2018 – Workshop zu “Ressourcen und Frieden” mit Schülerinnen und Schülern der 8.-11. Klasse der Friedrich Schiller Realschule in Böblingen, im Rahmen des Pilotprojektes von ENGAGEMENT GLOBAL zu „SDG4 Global Citizenship/Weltbürgerschaft für Jugendliche in Baden-Württemberg”.
  • 5. Juli 2018 – Workshop “Umgang mit Konflikten durch interaktive Theatermethoden” für Schülerinnen und Schüler einer VABO Klasse der Internationalen Hauptschule im Römerhof in Freiburg.
  • 27. Juni 2018 – Workshop zu “Ressourcen und Frieden” an einer 11. Klasse der Hedwig-Dohm-Schule in Stuttgart, im Rahmen des Pilotprojektes von ENGAGEMENT GLOBAL zu „SDG4 Global Citizenship/Weltbürgerschaft für Jugendliche in Baden-Württemberg“.
  • 11.-13. Juni 2018 – „Frieden ist schaffbar. – Und wie?!“, Mediationssimulation zum Konflikt in Katalonien und Vortrag zu Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung im Rahmen des Seminarkurs „Internationale Beziehungen“, 12. Jahrgangsstufe, Walther-Groz-Schule, Albstadt.
  • 18. Mai 2018 – Workshop zu “Ressourcen und Frieden” in einer 7. Klasse der Friedrich Schiller Realschule in Böblingen, im Rahmen des Pilotprojektes von ENGAGEMENT GLOBAL zu „SDG4 Global Citizenship/Weltbürgerschaft für Jugendliche in Baden-Württemberg”.
  • 09. Mai 2018 – Workshop zu “Ressourcen und Frieden” in einer 5. Klasse des Dillmann-Gymnasiums in Stuttgart, im Rahmen des Pilotprojektes von ENGAGEMENT GLOBAL zu „SDG4 Global Citizenship/Weltbürgerschaft für Jugendliche in Baden-Württemberg”.
  • 02.-04. März 2018 – Methodenschulung: Methoden der Friedensbildung, für 25 interessierte Teilnehmende mit und ohne Erfahrung, Haus auf der Alb, Bad Urach
  • 26. Januar 2018 – "Konflikte bearbeiten - aber wie? 90 Minuten zu Konflikten, ihre Eskalation und ihre Chancen, am Beispiel Syrien", St. Dominikus Mädchengymnasium, Karlsruhe.
  • 23. Januar 2018 – Zwei Peace Counts Workshops mit 10. Klassen im Rahmen des Zivilcourage-Tages am Eugen-Bolz-Gymnasium, Rottenburg

 

 

 

Project lead

Uli Jäger
Head of Department
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Team members

Janna Articus
Anne Kruck

 


Media contact

Florian Lüdtke
Media and Communications Manager
+49 (0)151 6655 7357
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